Der Nutriscore Quatsch ADONIS TV -DER BLOG-Folge [3]

Der Nutri-Score ist ein freiwilliges Kennzeichnungssystem, das die Nährwertqualität von Lebensmitteln auf einer Skala von A (grün, gut) bis E (rot, weniger gut) zusammenfasst. Er wird auf der Vorderseite von Verpackungen angebracht und soll Verbrauchern helfen, ernährungsphysiologisch günstigere Produkte innerhalb einer Kategorie schneller zu erkennen und zu einer gesünderen Ernährung beizutragen. 


So funktioniert der Nutri-Score:

Die Skala reicht von einem dunkelgrünen A (sehr günstig) bis zu einem roten E (ungünstig). Die Bewertung wird in der Regel durch ein vergrößertes Farbfeld mit dem entsprechenden Buchstaben dargestellt. In die Berechnung fließen positive Faktoren wie Ballaststoffe, Proteine sowie der Anteil an Obst, Gemüse und Nüssen ein. 

Auch negative Faktoren wie Energie, Gesamtzucker, gesättigte Fettsäuren und Salzgehalt werden berücksichtigt. Der Nutri-Score ermöglicht Vergleiche innerhalb derselben Produktgruppe beispielsweise Joghurt mit Joghurt, aber nicht zwischen unterschiedlichen Kategorien beispielsweise Joghurt mit einem Apfel. Ziel ist es, mehr Transparenz beim Lebensmittelkauf zu bieten und die Wahl gesünderer Lebensmittel zu erleichtern. Die Kennzeichnung ist freiwillig und wird von den jeweiligen Lebensmittelherstellern genutzt. Der Nutri-Score wurde ursprünglich in Frankreich entwickelt und wird in mehreren europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, verwendet.


Adonis TV Tipp:


Das Hauptproblem der grundlegend guten Idee ist es werden nur ähnliche Produkte innerhalb einer Produktgruppe miteinander verglichen daher kommt es nicht selten vor, dass wenig empfehlenswerte Lebensmittel einen vermeintlich gesundheitsfördernden Anschein machen.

Kurz und knapp: Eine Pizza wird nicht gesünder, wenn man Sie mit Brokkoli verziert und sich damit ein A im Nutri Score erschleicht.

Der tatsächliche Wert eines Produktes zur Gesunderhaltung des Menschen wird über den Nutri Score meines Erachtens leider nicht transportiert.


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